Bezirkssynode

Neu fusionierter Evangelischer Kirchenbezirk Odenwald-Tauber traf sich im Juli zur Haushaltssitzung online.

Mitglieder der Bezirkssynode beim Treffen in Buchen
“Ein Onlinetreffen mit über 90 Personen ist ein Wagnis, aber auch ein Zeichen dafür, dass wir als Kirche neue Wege ausprobieren möchten.” sagte der Vorsitzende der Bezirkssynode des Kirchenbezirks Odenwald- Ekkehard Hüneburg zur Eröffnung.  
 
Schuldekanin Birgit Niehaus hob in ihrer Andacht zu Beginn hervor, dass Geld auch in der Kirche eine Rolle spielt. “Manche sehen dies kritisch, doch nicht das Geld, sondern der Umgang damit ist entscheidend. Gerade wenn die Finanzen knapper werden, ist es wichtig verantwortungsvoll damit umzugehen.” Sie führte fort, dass bereits die ersten christlichen Gemeinden Geld für andere gesammelt haben, um ihre Verbundenheit und Solidarität auszudrücken. 
 
Grußworte aus der Landeskirche
Grußworte aus der Leitung der Evangelischen Landeskirche in Baden sprachen die für Nordbaden zuständige Prälatin Heide Reinhard, der für die Finanzen der Landeskirche verantwortliche Oberkirchenrat Martin Wollinsky sowie Kirchenrat Jochen Rapp vom Referat „Finanzen, Bau und Umwelt“  
Nachdem sich die Synode im Mai konstituiert hatte und alle Wahlämter neu besetzt worden waren, beschloss die Synode die Zuordnung der Stellvertretungen zu den gewählten Mitgliedern des Bezirkskirchenrates. 
 
Ebenso wurde ein beschließender Ausschuss für die Prädikantenarbeit eingesetzt. Prädikanten können in der Evangelischen Kirche Sonntagsgottesdienst sowie Taufen, Trauungen und Beerdigungen halten. Ihre Ausbildung beinhaltet eine ausführliche theologische und praktische Schulung. Durch die Bildung eines eigenen Ausschusses möchte die Bezirksleitung die Wichtigkeit dieses Arbeitsbereiches hervorheben.  
 
Auch die diakonische Arbeit der Kirche braucht handlungsfähige Gremien. Für den Bezirksdiakonieausschuss wurden die noch offenen Plätze mit Pfarrerin Heike Bährle (Johannes-Diakonie Mosbach), Karlheinz Graner und Pfarrer Philipp Hocher vom Gremium gewählt. 
 
Haushaltsplan beschlossen
Im Anschluss stellte der Leiter des Verwaltungs- und Serviceamtes Odenwald-Tauber Patrick Schork den Haushaltsplan des Kirchenbezirks für die Jahre 2026 und 2027 vor. Das Volumen für das Jahr 2026 beträgt 961.825 €, für das Jahr 2027 978.135€. Der Kirchenbezirk unterstützt als mittlere Ebene der Landeskirche die Arbeit der Gemeinden und er verantwortet die Arbeit der drei Bezirkskantorate, der Bezirksjugend, der Erwachsenenbildung. Deren Mitarbeiter sind in der Regel Angestellte der Landeskirche. Der Haushaltsplan wurde von den Bezirkssynodalen einstimmig beschlossen.  
 
Erstes Dienstjahr der Schuldekane
Birgit Niehaus und Gunnar Kuderer, die beide im September 2025 ihren Dienst als Schuldekane angetreten haben, berichteten von ihrem ersten Dienstjahr. 
Beide erteilen selbst Religionsunterricht und sind für die religiöse Bildung verantwortlich. In ihrem Verantwortungsbereich liegt die Organisation des Religionsunterrichts und der Einsatz der Religionslehrkräfte, sowie Unterrichtsbesuche. Sie verantworten das Fortbildungsprogramm und leiten die Medienstellen an den Standorten Mosbach und Wertheim, an denen Unterrichtsmaterialen aber auch Material für die Arbeit in den Kirchengemeinden ausgeliehen werden kann. Nicht zuletzt sind die Schuldekanspersonen auch an der Leitung des Kirchenbezirks beteiligt.  
 
Dekanin Wibke Klomp berichtete von der dreitägigen Studienfahrt der Pfarrpersonen, Diakoninnen, Kirchenmusiker und Mitarbeiterinnen aus der Verwaltung nach Hamburg. Dort wurden gemeinsam unterschiedliche kirchliche und diakonische Projekte und Akteure besucht. Die Besuche bei der Bahnhofs- und Seemannsmission und einer diakonischen Einrichtung für Frauen im Rotlichtviertel beeindruckten die Reisenden. Sie erlebten eine Kirche im städtischen Kontext ganz nah bei Menschen in Not. Ebenso wurde ein ökumenisches Zentrum und die “Wohnzimmerkirche” besucht, Orte an denen Kirche miteinander neu gedacht wird. Bei Gesprächen mit der Kirchenleitung wurde deutlich, dass die Nordkirche ebenso Kirche im ländlichen Raum ist – sie umfasst das Gebiet von der dänischen Grenze über Hamburg bis nach Mecklenburg-Vorpommern. “Wichtig ist,” verdeutliche Propst Dr. Tobias Woydack“, dass wir verstanden haben, dass jede Region, ja, jede Kirchengemeinde ein eigenes kirchliches Leben hat. Nichts lässt sich standardisieren, sondern wir lernen voneinander.
 
Großes Vereinigungsfest am 28.11.26
Am Ende luden die Dekane Folkhard Krall und Ingolf Stromberger zum großen Vereinigungsfest des Evangelischen Kirchenbezirks Odenwald-Tauber am 28.11.2026 in der Stiftskirche in Wertheim ein. “Miteinander wollen wir unser Zusammenwachsen feiern! Wir freuen uns, dass unsere Landesbischöfin Prof. Dr. Heike Springhart zu diesem Fest zu uns kommt.”  
 
Die nächste Sitzung der Bezirkssynode findet am 09. Oktober 2026 in Mosbach statt.  
Diakonin Petra Herold, Dekanin Wibke Klomp