Birgit Niehaus feierlich als Schuldekanin eingeführt
In einem Festgottesdienst in der Wertheimer Stiftskirche wird Pfarrerin Niehaus von Oberkirchenrat Wolfgang Schmidt als Schuldekanin eingeführt. Niehaus kommt aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, aus Aschaffenburg.
Pfarrerin Birgit Niehaus ist, als Nachfolgerin von Cornelia Wetterich, seit 1. September die neue Schuldekanin des Kirchenbezirks Wertheim.
Sie wurde in einem Abendgottesdienst am 9. Oktober in der Stiftskirche Wertheim feierlich in ihr neues Amt eingeführt.
Von der Bayerischen in die Badische Landeskirche gewechselt
Birgit Niehaus war bisher als Pfarrerin in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern tätig. Sie wirkte als Gemeindepfarrerin in Aschaffenburg-Schweinheim und als stellvertretende Dekanin von Aschaffenburg.
Oberkirchenrat Wolfgang Schmidt, Stellvertreter der Landesbischöfin, freute sich, dass mit Niehaus so rasch eine kompetente und zugewandte Kollegin gefunden wurde.
Er bezog sich in seiner Ansprache auf einen Bibeltext aus der Apostelgeschichte. Dort hatte Paulus eine Vision. Er sah einen Mazedonier, der ihn bat: „Komm doch herüber und hilf uns!“ Paulus folgte diesem Ruf und verkündete das Evangelium unter den sogenannten Heiden, was sicher nicht einfach war.
Gott hat uns dazu berufen, die Gute Nachricht zu verkündigen. Er stellt uns im Leben an einen bestimmten Platz. Manchmal dauert es lange, bis wir das erkennen und einen Sinn darin sehen.
Schmidt weiter: „Niehaus kam über den Main herüber in die Badische Landeskirche, um hier mitzuarbeiten. Natürlich ist dies nicht mit der Berufung von Paulus vergleichbar.
Doch auch Niehaus kommt nicht in ein „gemachtes Nest.“ Sie wird in Baden andere Strukturen und eine andere Mentalität kennenlernen.
Er bezog sich in seiner Ansprache auf einen Bibeltext aus der Apostelgeschichte. Dort hatte Paulus eine Vision. Er sah einen Mazedonier, der ihn bat: „Komm doch herüber und hilf uns!“ Paulus folgte diesem Ruf und verkündete das Evangelium unter den sogenannten Heiden, was sicher nicht einfach war.
Gott hat uns dazu berufen, die Gute Nachricht zu verkündigen. Er stellt uns im Leben an einen bestimmten Platz. Manchmal dauert es lange, bis wir das erkennen und einen Sinn darin sehen.
Schmidt weiter: „Niehaus kam über den Main herüber in die Badische Landeskirche, um hier mitzuarbeiten. Natürlich ist dies nicht mit der Berufung von Paulus vergleichbar.
Doch auch Niehaus kommt nicht in ein „gemachtes Nest.“ Sie wird in Baden andere Strukturen und eine andere Mentalität kennenlernen.
Zeit des Wandels
Außerdem kommt Niehaus in einer Zeit des Wandels.
Die drei Kirchenbezirke Wertheim, Adelsheim-Boxberg und Mosbach fusionieren am 1.1.2026. Gemeinsam mit dem ebenfalls neuen Schuldekan Gunnar Kuderer und den drei Dekanspersonen Wibke Klomp, Ingolf Stromberger und Volkhard Krall wird Niehaus den neuen Kirchenbezirk Odenwald-Tauber leiten. Außerdem hat sie die Dienstaufsicht über alle kirchlichen evangelischen Religionslehrkräfte an den Schulen.
Die drei Kirchenbezirke Wertheim, Adelsheim-Boxberg und Mosbach fusionieren am 1.1.2026. Gemeinsam mit dem ebenfalls neuen Schuldekan Gunnar Kuderer und den drei Dekanspersonen Wibke Klomp, Ingolf Stromberger und Volkhard Krall wird Niehaus den neuen Kirchenbezirk Odenwald-Tauber leiten. Außerdem hat sie die Dienstaufsicht über alle kirchlichen evangelischen Religionslehrkräfte an den Schulen.
Oberkirchenrat Schmidt segnete Birgit Niehaus für ihr neues Amt. Petra Simon, ihre Freundin, Detlev Gaiser, ihr Lebensgefährte und Bettina Gellhaar, die katholische Kollegin, sprachen Niehaus Bibelsprüche zu, die sie auf ihrem Weg begleiten sollen.
Liebe macht den Unterschied
Niehaus sprach in ihrer Predigt über das Doppelgebot der Liebe.
"Liebe Gott von ganzem Herzen...und mit deiner ganzen Kraft.
Genauso wichtig ist: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" (nach Matthäus 22, 37-40).
"Liebe Gott von ganzem Herzen...und mit deiner ganzen Kraft.
Genauso wichtig ist: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" (nach Matthäus 22, 37-40).
Liebe ist keine Erfindung des Christentums. Beide Gebote gibt es schon im Alten Testament. Die Gottes- und die Nächstenliebe finden sich bereits in der Thora. Doch Jesus ist der Erste, der beides so eng miteinander verknüpft. Jesus bindet beide Liebesmöglichkeiten so fest zusammen, dass wir sie nicht mehr trennen können.
Durch die Geschichte vom Barmherzigen Samariter sehen wir: Es geht Jesus um eine ganz praktische Art der Liebe. Oft ist es sehr herausfordernd den anderen zu lieben, doch Gott wünscht sich, dass Menschen sich für die Liebe entscheiden. Niehaus gibt den LehrerInnen den Tipp: „Geht mit Liebe ins Klassenzimmer.“
Musikalisch wurde der Gottesdienst von Bezirkskantor Carsten Klomp am Klavier begleitet. Ulf Hannig, Direktor des Dietrich Bonhoeffer Gymnasiums brachte mit seinem Saxophon Schwung in die Kirchenmusik.
Außerdem hatte die neue Schuldekanin den christlichen Liedermacher Jonathan Böttcher eingeladen. Mit Gesang und Gitarrenspiel begeisterte er die Zuhörer. Bruno Bischler unterstützte ihn durch seine Percussions.
Außerdem hatte die neue Schuldekanin den christlichen Liedermacher Jonathan Böttcher eingeladen. Mit Gesang und Gitarrenspiel begeisterte er die Zuhörer. Bruno Bischler unterstützte ihn durch seine Percussions.
Am Ende des Gottesdienstes spendete Niehaus den Segen und nahm anschließend die Grußworte entgegen.
Diese wurden von Dekanin Wibke Klomp fröhlich moderiert.
Martina Wenzel, Vertreterin des Oberbürgermeisters sprach von der gemeinsamen Verantwortung von Stadt und Kirche für die Menschen.
Im Namen der Schulleitungen von Lauda-Königshofen sprach Pfarrerin Laura Breuninger darüber, wie wichtig es ist, den Schülerinnen und Schülern Werte zu vermitteln. Simone Schott, Vertreterin der Wertheimer Schulleitungen, wies, mal ernst mal augenzwinkernd, auf Vorbehalte hin, die Niehaus als die „Neue“ womöglich erfahren werde. Sabine Bayreuther war als Vertreterin der Schuldekanninen und Schuldekane gekommen. Sie betonte, wie wichtig dieses Amt als Bindeglied zwischen Kirche und Schule für unsere Kirche ist. Die katholische Schuldekanin Bettina Gellhaar betonte, dass die ökumenische Zusammenarbeit im Bereich der Schulen sehr gut und intensiv ist.
Diese wurden von Dekanin Wibke Klomp fröhlich moderiert.
Martina Wenzel, Vertreterin des Oberbürgermeisters sprach von der gemeinsamen Verantwortung von Stadt und Kirche für die Menschen.
Im Namen der Schulleitungen von Lauda-Königshofen sprach Pfarrerin Laura Breuninger darüber, wie wichtig es ist, den Schülerinnen und Schülern Werte zu vermitteln. Simone Schott, Vertreterin der Wertheimer Schulleitungen, wies, mal ernst mal augenzwinkernd, auf Vorbehalte hin, die Niehaus als die „Neue“ womöglich erfahren werde. Sabine Bayreuther war als Vertreterin der Schuldekanninen und Schuldekane gekommen. Sie betonte, wie wichtig dieses Amt als Bindeglied zwischen Kirche und Schule für unsere Kirche ist. Die katholische Schuldekanin Bettina Gellhaar betonte, dass die ökumenische Zusammenarbeit im Bereich der Schulen sehr gut und intensiv ist.
Aus der alten Heimat von Niehaus kamen zwei Vertreterinnen.
Die Präsidentin der Aschaffenburger Synode Angelika Huhn und die evangelische Schulreferentin Sabine Bullemer-Georg. Beide lassen die Pfarrerin mit einem „lachenden und einen weinenden Auge“ gehen. Sie haben Niehaus Arbeit sehr geschätzt. Gleichzeitig freuen sie sich, dass Niehaus sich jetzt als Schuldekanin ihrer großen Liebe zu Kindern und Jugendlichen widmen kann.
Sozialdezernentin Elisabeth Krug hat auf ihren Beitrag verzichtet, um die Feier nicht in die Länge zu ziehen, was mit Beifall quittiert wurde.
Die Grußworte wurden durch weitere musikalische Beiträge von Ulf Hannig und Jonathan Böttcher bereichert.
Anschließend kamen beim Büfett viele mit der neuen Schuldekanin und miteinander ins Gespräch.
Petra Herold

