Vom Haus geht immer noch Segen aus

- 19.12.2018 - 

Diakonissen: Nach 66 Jahren haben sich die Schwestern mit einem Gottesdienst von ihrem bisherigen Mutterhaus verabschiedet

„Ein Jegliches hat seine Zeit“ – unter diesem Leitwort aus dem Buch des Predigers stand am Sonntag ein besonderer Gottesdienst, der im Speisesaal des Diakonissenmutterhauses gefeiert wurde.

Quelle: Alfred Wetterich
Dem künftigen neuen Mutterhaus wurde am Ende des Nachmittags der Segen erteilt.

Hofgarten. Die Lieder, die man anstimmte, waren mit Bedacht und auf Wunsch der Schwestern gewählt worden. Und gleich das erste hatte durchaus einen programmatischen Charakter: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ – das galt bisher für das Diakonissenmutterhaus Frankenstein im Hofgarten und das gilt auch weiterhin

Denn Abschied genommen wurde mit dem Gottesdienst am Sonntagnachmittag nur von dem Gebäude, das bisher das Mutterhaus beherbergte. Die Schwestern Irmgard Stolz, Charlotte Kranz und Renate Sonntag werden in diesen Tagen in das ehemalige Pfarrhaus auf dem Gelände ziehen. Die Institution „Mutterhaus“ werde bestehen, so lange es Diakonissen gebe, hatte Oberin in Ruhe Schwester Irmgard kürzlich bei anderer Gelegenheit gesagt.

Mit Bedacht war auch der Ort dieses Gottesdienstes gewählt, sagte Schuldekanin Cornelia Wetterich einleitend. Denn an gleicher Stelle hatten sich die Diakonissen ab dem Herbst 1952 immer versammelt, bis fünf Jahre später dann die Mutterhauskirche fertiggestellt war. Erinnerungen nicht nur aber vor allem an die mehr als 65 Jahre zwischen damals und heute bestimmten den Verlauf des Gottesdienstes, den Jenny Amarell und Werner Querbach musikalisch mitgestalteten. „Menschen und Häuser, beide gehören zusammen“, sagte Pfarrerin Wetterich. „Wie jemand sein Haus gestaltet, sagt etwas über ihn aus.“ Das Diakonissenmutterhaus in der Frankensteiner Straße, darin waren sich sicher alle einig, die den Gottesdienst besuchten, war immer ein offenes, gemütliches und heimeliges Haus. Für die Diakonissen, hatte Schwester Charlotte der Schuldekanin erzählt, war es so wichtig wie einst das Elternhaus. „Was hatten die Verantwortlichen doch für ein Gottvertrauen, so ein großes Haus zu bauen“, zitierte Cornelia Wetterich und erinnerte daran, dass auch die Diakonissen seinerzeit arme Flüchtlinge gewesen seien, die gerade den „Schock der Vertreibung vom Reinhardshof“ hatten verkraften müssen.

„Konnte man damals ahnen, dass die vielen Räume immer gebraucht würden?“ Vertrauen könne man nicht erzwingen, predigte die Pfarrerin. Mit dem Vertrauen in Gottes Wort sei damals losgelegt worden. „Darauf haben sie sich verlassen und sie sind nicht enttäuscht worden. Gott hat die Schwestern geführt, auch ins Mutterhaus. Die Geschichte ist voller Spuren von Gottes Hilfe und Gottes Freude.“ Es habe genügend gute Gründe gegeben, voller Gottvertrauen so ein großes Haus zu bauen. Es sei gebraucht worden und habe sich mit Leben gefüllt. Weil aber alles seine Zeit habe, habe es auch im Mutterhaus viele Veränderungen gegeben. „Von diesem Haus und der Schwesternschaft geht nach 66 Jahren noch immer Segen aus“, zeigte sich die Rednerin überzeugt. „Das sind Gründe genug, beim Abschied von diesem Gebäude nicht nur zu trauern. Es gibt nichts Besseres, als Gutes zu tun und fröhlich zu sein.“ Das tat man beim folgenden gemütlichen Beisammensein, auch wenn sich Wehmut nicht ganz unterdrücken ließ. Gemeinsam zogen die verbliebenen Anwesenden schließlich vom bisherigen hinüber in das künftige, neue Mutterhaus um dem Gebäude und denen, die darin wohnen, den Segen zu erteilen.

 
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