Fußball

Fußball kann wie kaum ein anderer Sport die Massen begeistern und mitreißen. 
Trotzdem sagt Jürgen Klopp: "Fußball ist nicht das Wichtigste in meinem Leben..."

Ganze Nationen schreien, jubeln und singen für ihre Mannschaften.
Auch wenn es Favoriten gibt, ist es am Ende manchmal doch überraschend, wer ins Halbfinale kommt und wer den Pokal gewinnt.
Spätestens seit dem großen Sieg gegen Curacao ist auch Deutschland wieder vom Fußballfieber infiziert. 
 
Hoher Druck für Spieler und Trainer 
Fußball erfordert über 90 Minuten höchste Ausdauer und Konzentration. Neben den körperlichen und fußballspezifischen Fähigkeiten ist die mentale Stärke äußerst wichtig. Jeder Spieler muss mit Misserfolg und Rückschlägen umgehen können. Auch unter Druck und bei Ermüdung muss jeder Spieler seine Leistung abrufen können. Doch das gelingt nicht immer. Jogi Löw und auch Julian Nagelsmann haben oft gezeigt, dass sie zu Spielern stehen, auch wenn diese Rückschläge erlebt haben. Gleichzeitig steht der Trainer selbst unter einem riesigen Druck, seine Mannschaft zum Ziel zu führen. Und es ist seine Aufgabe zu überlegen: Ist XY noch der Beste in seinem Gebiet oder gibt es längst welche, die jünger und hungriger auf den Sieg sind? Jede Entscheidung des Trainers wird genau beobachtet, kommentiert und bewertet. Und bei einer Niederlage gibt es sehr viele, die ganz genau wissen, wie das vermieden worden wäre.
Nach dem Spiel Deutschland gegen Curacao haben sich einige Spieler beider Mannschaften zusammengestellt und ein kurzes Gebet gesprochen. In beiden Mannschaften gibt es Christen.
Für Jürgen Klopp, ehemaliger Trainer beim FC Liverpool, ist der christliche Glaube seine Grundfeste und sein größter Halt im Leben. Natürlich ist Fußball seine große Leidenschaft, doch nicht das Wichtigste in seinem Leben.
 
Jeder Spieler, jeder Trainer erlebt Niederlagen und Scheitern. Doch auch nach großen Erfolgen kann ich in ein Loch fallen. Die ganze Zeit wurde derart intensiv auf ein Ziel hingearbeitet und jetzt ist das Ziel weg. Und dafür stellt sich Einsamkeit ein.
Bei Siegen jubeln die Massen, doch das kann sich bei Niederlagen schnell ändern.
 
Ein guter Trainer formt seine Mannschaft, er weiß genau, wer an welcher Stelle gebraucht wird. Und doch bleibt es eine Konkurrenzsituation und viele gute Spieler kommen „nicht zum Zug.“
 
Ein anderer Trainer
Deshalb ist es gut zu wissen: Fußball ist nicht alles. Es gibt einen anderen Trainer, der alle, die mitmachen wollen, in seinem Team gebrauchen kann, Jesus Christus! Jesus muss nicht erst überlegen und prüfen, ob ich genug Fähigkeiten mitbringe, um in seinem Team mitwirken zu können. Vielmehr möchte er jeden dabeihaben. Und mit ihm als Trainer kann ich mich so entwickeln, wie es für mich am besten ist.
Auch als Christen leben wir nicht in einer heilen Welt. Es wird weiterhin Konflikte und Rückschläge geben. Trotzdem gilt: Jeder ist wertvoll. Jeder bringt Fähigkeiten und Gaben mit. Und gleich, ob ich siege oder verliere, und im Leben ist es ja oft irgendetwas dazwischen, Jesus steht zu mir.
Petra Herold